Christian Boltanski’s Monumenta Ausstellung hat begonnen und trägt den Namen “Personnes”, also Personen, obwohl “personne” ja auch “niemand” bedeuten könnte. Wenn man sich die Installation ansieht, könnte dieses Wortspiel tatsächlich auch so gemeint gewesen sein. Im Grand Palais in Paris sieht es aus, als wäre ein Altkleidercontainer explodiert und hätte sich auf magische Weise wieder spiessig angeordnet. Insgesamt sollen es 200.000 Teile sein.

Außerdem hatte Monsieur Boltanski die zündende Idee, die Heizungen in der 13.500 qm großen Halle abzustellen. Man fühlt sich jetzt also nicht nur winzig klein und riesig unwohl, sondern einem ist auch noch kalt. Boltanski’s frühere Werke haben mit der Sterblichkeit und den Überbleibseln und Erinnerungen an die Person zu tun, die nicht mehr da ist. Um diese Installation mit Unwohlsein abzurunden, schallen Herzfrequenztöne aus den übergroßen Boxen. Man kann sich nicht helfen und muss an Haiti denken, wenn man diese Bilder sieht. Ironischerweise eröffnete die Ausstellung einen Tag nach dem Erdbeben. Also wer derzeit in Paris rumhängt, die Ausstellung ist von Mo – Fr 10 – 10 h geöffnet, am Do u Fr sogar bis 22 h – noch bis zum 21. Februar.








