kickHIV_Logo_swDas Runde muss ins Eckige! Dieser Tage dreht sich selbstverständlich alles um die Fußball WM in Südafrika! Man findet dabei hin und wieder die ein oder andere Reportage über Afrika als Kontinent. Problemregionen, in denen Hunger, Gewalt und Krieg den Alltag dominieren werden jedoch oft ausgeblendet. kickHIV! nutzt die Gunst der Stunde, um darauf aufmerkam zu machen, wie dramatisch die Aids-Pandemie nach wie vor ist. Unter dem Motto Gemeinsam gegen Aids werden von Mai bis Juli 2010 diverse Aktionstage veranstaltet. Dort wird informiert, aufgeklärt und natürlich Spenden gesammelt, die zu 100% (ohne Umwege und Verwaltungskosten) an Partnerprojekte gehen. Wie das geht, wird hier erklärt!

KickHIV! wird dabei von prominenten Botschaftern unterstützt. Dabei sind u.a. Cosma Shiva Hagen (Schauspielerin), Bartholomäus Grill (ZEIT Journalist) und passend zum Thema Mesut Özil (Fußballer) und Philipp Lahm (Fußballer)!

Dieses Projekt muss unterstützt werden. Wir haben daher Johannes Hillje (Leiter von KickHIV!) gebeten, uns in unserer Rubrik Ten QUUestions Rede und Antwort zu stehen!

1.  Was ist Kick HIV! ?

kickHIV! ist eine bundesweite Kampagne der jungen Hilfsorganisation Go Ahead! e.V. Im Rahmen der Fußball-WM in Südafrika wollen wir auf die dramatischen Ausmaße der AIDS-Pandemie im südlichen Afrika hinweisen und für ein AIDS-Auflärungsprojekt Spenden sammeln. Praktisch heißt das, es finden von Mai bis Juli in vielen Städten Aktionen unter dem Motto „kickHIV!“ statt.

2.  Wie ist die Idee entstanden?

Wir unterstützen schon seit 3 Jahren Bildungsprojekte in Südafrika und haben die Situation vor Ort selbst nach dem Abitur kennen gelernt. Für uns war klar: Wenn im Sommer 2010 die erste WM auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet und die ganze Welt nach Südafrika blickt, wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit für unsere Ziele nutzen.

3.  Welche Ziele habt ihr?

Wir haben vorrangig zwei Ziele. Erstens wollen wir mit der Förderung innovativer Bildungsprojekt jungen Menschen, denen durch Armut und AIDS jegliche Perspektive im Leben genommen wurde, Chancen auf eine bessere Zukunft ermöglich. Zweitens wollen wir hierzulande ein Bewusstsein für die ungleichen Verhältnissen auf der Welt und insbesondere für die Probleme um Bildungsarmut und AIDS im südlichen Afrika schaffen.

4.  Wen konntet ihr als Botschafter für Kick HIV! gewinnen?

Wir konnten die beiden Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Philipp Lahm für kickHIV! gewinnen. Außerdem stehen die Schauspieler Steffen Groth und Cosma Shiva Hagen, die Sängerin Cassandra Steen sowie ZEIT-Korrespondent Bartholomäus Grill für kickHIV! ein.

5.  Welche Aufgabe haben die Botschafter bei dem Projekt?

Alle Botschafter haben ein Grußwort geschrieben. Was darüber hinaus geht, hängt von den einzelnen Kapazitäten der Botschafter ab. Philipp und Mesut haben bekannterweise momentan andere Verpflichtungen. Cosma Shiva Hagen hat aber mit uns zusammen eine Pressekonferenz gegeben und eine Aktion in Hamburg unterstützt. Mit Steffen Groth haben wir ein Promovideo gedreht. Zusätzlich hat übrigens auch noch die Band Jamaram ein kickHIV!-Song aufgenommen, der richtig gut ins Ohr geht!

6.  Wie kann man euch unterstützen?

Man kann eine eigene kickHIV!-Aktion organisieren. Das kann vieles sein: Eine Benefizparty, eine Filmvorführung oder einfach ganz nur einfach ein WM-Grillabend mit den Freunden. So kann jeder auf simple Weise Spenden sammeln und unsere Info-Materialien verteilen. Spenden kann man natürlich auch direkt. Über unsere Webseite zum Beispiel. Drei Euro kann man auch per SMS spenden, in dem eine SMS mit dem Inhalt „kick“ an 81190 schickt. Ziemlich einfach.

7.  Ihr arbeitet mit NGOs (Non-Governmental Organization) zusammen. Welche Projekte werden von den Organisationen vor Ort mit den Geldern unterstützt?

Richtig, wir arbeiten ausschließlich mit lokalen Hilfsorganisationen zusammen und unterstützen die „afrikanischen“ Konzepte. Die Spenden der kickHIV!-Kampagne fließen zu 100% in ein AIDS-Aufklärungsprojekt, welches Fußball mit Aufklärung verbindet. Dieser sportpädagogische Ansatz hat sich in den letzten Jahren bewährt und ist zu einer effektiven Methode geworden, um in den Einstellungen junger Menschen nachhaltig etwas zu verändern.

8.  Wird die kritische Berichterstattung über den Kontinent im Rahmen der WM eurer Meinung nach genügend abgedeckt?

Es werden vor und nach den Spielen immer mal wieder Berichte zu kulturellen oder sozialen Themen ausgestrahlt. Diese zeichnen überwiegend ein positives und lebendiges Bild von Südafrika. Das ist gut und hilft dabei Stereotypen abzubauen. Jedoch dürfen insbesondere die Probleme um AIDS, ungleiche Bildungschance und der Arm-Reich-Schere nicht ausgeblendet werden. Ich finde das kommt etwas zu kurz. Auch der Frage, wer eigentlich von der WM am meisten profitiert, sollten die Journalisten stärker nachgehen.

9.  Welche nächsten Aktionen plant ihr mit Kick HIV! ? Und welche war die erfolgreichste Aktion?

Seit Ende Mai liefen bereits rund 50 Aktionen in allen Teilen Deutschlands für kickHIV!. Sehr erfolgreich war zum Beispiel ein Prominenten-Benefizfußball in Hamburg, bei dem Stars wie Elton oder Orange Blue gegen das Leder traten. Bis zum Ende der WM geht der Aktionsmarathon noch weiter mit lokalen Aktionen beispielsweise bei Public-Viewing-Veranstaltungen. Verfolgen kann man das auf www.kickhiv.de In der zweiten Jahreshälfte wollen wir mit Go Ahead! eine neue „Advocacy“-Kampagne starten.

10.   Wie sieht eine Fortführung des Projektes nach der WM aus?

Wir fördern ausschließlich langfristig angelegte und nachhaltige wirkende Projekte im südlichen Afrika. Somit wird das Fußballaufklärungsprojekt langfristig von unseren Partnern angeboten um immer mehr Jugendliche die Teilnahme an dem Programm zu ermöglichen. Nach der Anschubfinanzierung unterstützen wir das Projekt so lange, bis es nach ein paar Jahren lokal getragen werden kann.

Vielen Dank für das Interview!

www.kickhiv.de